Foto (2018): Céline Kronenburg-vsn Spaendonk

Curriculum Vitae

Dr. Martine F. Delfos

Dr. Martine-France Delfos (geb. 1947) studierte Ende der Sechzigerjahre Psychologie und klinische Forschung sowie Anfang der Neunzigerjahre Französische Sprach- und Literaturwissenschaft an der Universiteit van Utrecht, Niederlande. Promoviert wurde sie 1999 mit einer psychologisch-literaturwissenschaftlichen Studie über Trauerarbeit bei französischen Schriftstellern: Le parent insaissisable et l’urgence d’écrire.

Nach ihrer Ausbildung zur Forschungswissenschaftlerin für klinische Psychologie arbeitete sie seit 1975 in diesem Bereich und sammelte viel Erfahrung in der Diagnostik und Behandlung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Ihre Spezialgebiete sind unter anderen Beziehungstherapie, Autismus, Traumaverarbeitung bei sexuellem Missbrauch sowie Essstörungen.

Seit 1994 ist sie – neben ihrer therapeutischen Praxis – in der Fortbildung für Psycholog*innen, Psychiater*innen, Orthopädagog*innen, Ärzt*innen, Sozialarbeiter*innen und Gruppenleiter*innen tätig.

1997 gründete sie das PICOWO: Psychologisch Instituut voor Consultatie, Onderwijs en Wetenschappelijk Onderzoek (Psychologisches Institut für Konsultation, Lehre und wissenschaftliche Forschung), um ihre Forschungsarbeit, wissenschaftlichen Modelle und Theorien zu entwickeln und sie gemeinsam mit Kollegen zu gestalten.

Ausgehend von der Kombination einer Forschungsausbildung und einer therapeutischen Praxiserfahrung begann sie, ihr Wissen in biopsychologische Modelle umzusetzen. Dabei sind verschiedene Wissenschaftsbereiche einbezogen, vor allem Psychologie, Biomedizin und Mathematik. Martine Delfos ist die Verbindung zwischen Wissenschaft und Praxis wichtig. Die Modelle und Theorien, die sie entwickelt, stehen in direkter Beziehung zur gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Wirklichkeit. Professor Dick Swaab schrieb über sie: „Martine Delfos gehört zu den außergewöhnlichen Persönlichkeiten, die in einem sehr frühen Stadium ihrer Laufbahn zwischen der Psychologie, der Medizin und den Neurowissenschaften erfolgreich Brücken schlugen. Lange Zeit gehörte sie zu den wenigen Psychologen, die sich wirklich für die Neurobiologie interessierten. Sie ist eine Wissenschaftlerin von Beruf, bekräftigt aber ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse als Psychologin und Therapeutin. Wie sie sagt: „Ein Wissenschaftler muss im wirklichen Leben mit seinen Fehlern konfrontiert werden.“

Sie ist verantwortlich für verschiedene wissenschaftliche Studien im In- und Ausland.

Neben ihrer Tätigkeit als selbstständige Therapeutin und Dozentin publiziert sie seit 1993 unter anderem auf dem Gebiet der Psychologie: Verschiedene Handbücher und Sach- und Fachbücher, unter anderem über Gesprächsführung mit Kindern (Luister je wel naar míj?! Gespreksvoering met kinderen tussen vier en twaalf jaar, auf Deutsch erschienen als „Sag mir mal …“ Gesprächsführung mit Kindern (4 bis 12 Jahre) und zu Unterschieden und Parallelen zwischen Männern und Frauen (De schoonheid van het verschil. Waarom mannen en vrouwen verschillend zijn én hetzelfde), aber auch ein Buch über das Immunsystem (Auto-immuunreacties en het immuunsysteem).

In Neuauflagen ihrer Bücher werden die neuesten Studien und Erkenntnisse verarbeitet, denn Wissenschaft ist dynamisch. Einige ihrer Bücher erscheinen in Übersetzung (Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Tschechisch, Rumänisch und Birmanisch).

Von 2008 bis 2012 war Martine Delfos an der Hogeschool Edith Stein/ Twente School of Education mit dem Lehrauftrag: Virtuelle Entwicklung von Jugendlichen tätig. Siehe hier die Pressemitteilung.

2010 wurde Martine Delfos Gastprofessorin an der International University of Sarajevo (IUS), Sarajevo/Bosnien und Herzegowina.

2011 wurde Martine Delfos Gastprofessorin an der Universidad Central del Ecuador, Quito/Ecuador.